Kleinstadtexperten Königslutter am Elm



Projekte



Erste Möglichkeiten zeichnen sich ab. Es geht nun darum, aus Ideen Projekte zu machen. Projekte brauchen Nutzer*innen, sie brauchen Träger*innen und auch eine Bauherrenschaft oder Investor*innen, die sich für sie einsetzen.




Villa Romantica


Alte Häuser haben eine Geschichte. Wir finden einen Fleischerladen, der vor vielen Jahren aus dem Geschäft gegangen ist. Die Lampen und Kacheln an den Wänden sind gut erhalten.Wir entdeckten einen Liebesbrief, in dem ein damals junger Mann aus dem ersten Weltkrieg seiner jungen Braut versprach, ihr eine “Villa Romantica” zu bauen. Was ist eine “Villa Romantica” im Jahr 2021?


Zimmerfluchten im Obergeschoss müssen neu belebt werden. Unbekannt, was hier einmal gesprochen worden ist. Auf alle Fälle müssen die Erzählungen fortgesponnen werden. So wie es scheint, wird sich hier eine Jugendbauhütte etablieren, die bei der Renovierung unter die Arme greift.

Vielleicht wird uns das gelingen. Die nächsten Schritte zeichnen sich bereits ab. Vielleicht entsteht ein “digitaler Dom”. Der Erhalt von Substanz und die Umnutzung wird eine Schule der Nachhaltigkeit und wir lernen in der Begegnung mit digitalen Werkzeugen.

In Teilen wird das Gebäude wohl abgerissen werden. Die alte Räucherkammer der Wurstküche ist nicht zu halten. Hier kann vielleicht ein Garten entstehen oder eine Digitalwerkstatt. Wir stellen uns vor, wie Manufakturen in der Zukunft aussehen.

Vor der Tür fällt der Blick auf die Strasse, die zum Dom führt. Bis Braunschweig sind es 20 Kilometer. Der Zug fährt stündlich. Auch bis Wolfsburg sind es nur 20 Kilometer.





Traube


Dann stehen wir vor einer alten Schänke. Es ist schwer sich vorzustellen, was hier passierte. Es gibt eine Geschichte von einem Schnürboden, an dem Schaufensterpuppen aufgehängt waren, die abends mit Fäden bewegt wurden, um Leben im Haus zu simulieren. Es hat geschneit. (Foto: V.Möll)

Aber das neue Leben im Haus ist möglich. Ein großer, südgerichteter Garten kann entstehen, unmittelbar neben dem Marktplatz. Wird das ein Zugang zur Stadtbücherei, ein Treffpunkt? Vielleicht ist das ein Ort für eine Baugruppe oder eine Bauherrengemeinschaft? (Foto: V.Möll)

Es sind nur wenige Schritte bis zum Markt. Das alte Gebäude steht unter Denkmalschutz. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, das kann auch ein Vorteil sein, wenn es darum geht, Investor*innen zu finden.